Burg Desdorf

Dinner for one?

Filmprojekt "Dinner for one?"

 

 

 

Sylvesterklassiker mal anders

 

Erst Theater, jetzt Film - bei der „Perspektive Rhein-Erft-Kreis“ hat eine Gruppe geistig behinderter junger Erwachsener wieder erfolgreich ein Schauspiel-Projekt auf die Beine gestellt. „Dinner for One?“ heißt der Kurzfilm, der über ein Jahr Vorbereitung erforderte. Das Fragezeichen steht dafür, dass die bekannte Geschichte, stets zu Silvester im Fernsehen, etwas abgewandelt wurde. Es spielen nämlich nicht nur Miss Sophie, Butler James und der Tiger mit, sondern die Gäste sitzen diesmal tatsächlich am Tisch.

Die Idee entstand schon während der Proben zum Theaterstück „Der Zauberer von Oz“, das 2008 Premiere feierte. Thomas Obster, der bei der „Perspektive“ zwei Gruppen leitet, begleitete die Arbeit am Stück und produzierte ein „Making of“. Bis auf einen haben die sieben jungen Erwachsenen, die im Film zu sehen sind, bei dem Stück mitgespielt. Der „Tiger“, der auch in ein passendes Kostüm schlüpfte, besucht ebenfalls eine der Freizeitgruppen des Vereins.

Zwar standen unzählige Proben für die Schauspieler auf dem Plan, die tagsüber in den Reha-Betrieben in Zieverich arbeiten, aber alle seien „mit viel Elan und Spaß dabei“ gewesen, weiß Obster. An zwei Wochenenden wurde in einem Privathaus gedreht, zusätzliche Requisiten stellte Möbel Hausmann. Technik und Licht lieh das Kölner Filmhaus aus. Herausgekommen ist ein 33 Minuten langes Werk. In der Version der Geschichte treffen die Gäste verspätet ein. „Der Tiger hat eine besondere Rolle“, erklärt Obster. Er habe eine Art „Thron“ und sei eine Hinterlassenschaft von Miss Sophies verstorbenem Ehemann. Zwar halte er sich liebend gerne in der Küche auf, das sei aber nicht so einfach, denn dort herrsche James.

 

Obster leitete das Projekt gemeinsam mit Sina Peters. Zuvor engagierte sich ein anderer Kollege, der aber aus beruflichen Gründen nicht weitermachen konnte. Die Schauspieler durften ihren Text selbst entwickeln, daraus entstand dann nach und nach das Drehbuch. „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt“, meint Obster.


Quelle: Kölner Stadtanzeiger Von Britta Wonnemann, 28.05.10

 

http://www.perspektive-rhein-erft-kreis.de/

 
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